Survival-Training: Mit diesen 7 Tipps überlebst Du in der Wildnis

Überlebenstipps für die Wildnis

Ab dem 19. Januar schickt RTL wieder Promis in den australischen Dschungel, um sie an ihre Grenzen zu bringen. „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ läuft damit bereits zum zwölften Mal an. Aber wären Schlagersängerin Tina York, „Bachelorette“-Kandidat David Friedrich oder Schönheits-OP-Fan Tatjana Gsell auch im echten Outback überlebensfähig? Du jedenfalls wirst es mit unseren sieben Survival-Tipps ganz sicher!

Wilde Tiere, giftige Pflanzen, harsches Wetter – und was mag da im Dickicht lauern? Auf jeden Fall der Kampf mit Dir selbst in der freien Natur. Das Smartphone kannst Du in der Wildnis genauso vergessen wie die warme Dusche. Hier geht es um mehr, hier findest Du zu Dir selbst, anstatt Dich selbst zu vergessen. Nichts ist vergleichbar mit einer solchen Survival-Herausforderung. Wenn Du Dich ihr stellen willst, solltest Du die folgenden Dinge beachten.

1. Vorbereitung ist das A und O

Wo, wann und wie lange willst Du in der Natur überleben? Was gibt es dort an Ressourcen, die Du nutzen kannst? Wie schnell ließe sich im Notfall die Mission abbrechen und zur Zivilisation zurückkehren? Das sind einige wichtige Überlegungen, bevor es losgeht. Besitzt Du die passende Ausrüstung? Für den Start oder einen kleinen Test sollte ein heimisches Waldgebiet ausreichen. Nicht leicht entflammbare Kleidung in verschiedenen Schichten für jede Wetterlage ist empfehlenswert. Messer, Feuerzeug, Wasser und Notnahrung solltest Du genauso parat haben wie Isomatte und einen geeigneten Schlafsack. Die Maxime sollte sein: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Und zu zweit lässt sich jede Herausforderung besser meistern. Also such Dir einen verlässlichen Partner und informiere ein paar enge Vertraute, bevor Ihr aufbrecht.

2. Was gibt’s zum Essen?

Ohne passende Lektüre wird es schwer, giftige von ungiftigen Pflanzen zu unterscheiden. Außerdem sprießen Pilze und Beeren nicht ganzjährig wie im Schlaraffenland aus dem Boden und den Büschen. Die Jagd nach Tieren, die in Filmen so einfach aussieht, solltest Du Dir als Survival-Anfänger abschminken. Stell Dich lieber darauf ein, einige Wurzeln zu knabbern und Wildpflanzen zu kauen. Auch mal ein paar Insekten zu snacken, kann eine hilfreiche Maßnahme sein – angeblich haben Ameisen einen netten Geschmack.

3. Was gibt’s zum Trinken?

Ein sprudelnder Bach, auf den ersten Blick klar und rein, das wird doch kein Problem sein? Weit gefehlt, denn wegen unserer Gewöhnung an super sauber gefiltertes Trinkwasser kommen wir nicht mehr problemlos mit unbehandeltem Wasser klar. Das heißt, jeder Schluck im Wald kann Durchfall und Übelkeit zur Folge haben. Falls es in Deinem Survival-Gebiet also eine frische, unbelastete Quelle gibt, solltest Du Dich am besten in deren Nähe niederlassen. Dann lautet die Devise: abkochen. Manche Verunreinigungen wie Chemikalien lassen sich aber auch so nicht eliminieren, daher ist auf gebührenden Abstand der Wasserquelle zu Städten, Ackerflächen und Industriezonen zu achten.

4. Habe immer die Gefahren im Blick

Während Hunger und Durst für die meisten wohl die größte Herausforderung darstellen dürften, gibt es auch noch weitere, nicht zu unterschätzende Gefahren im Survival-Alltag. Dazu gehört nicht etwa der in die deutschen Wälder zurückgekehrte Wolf oder Fuchs. Die Waldbewohner sind scheu, trotzdem solltest Du besser nicht auf Provokation oder panische Kreischflucht setzen. Was aber zur Gefahr werden kann: ein plötzlicher Hitze- oder Kälteeinbruch, Sturm oder Dürreperioden, aber auch eine zuerst harmlose Verletzung, die nicht richtig behandelt wurde und sich plötzlich entzündet. Die Survival-Ausrüstung und -Apotheke sollte für solche Fälle ausgestattet sein. Eine leere und gut schließende Flasche für einen Wasservorrat, wärmende Rettungsfolie und ein Tuch als Sonnenschutz für den Kopf gehören also zur Grundausstattung.

5. Wie man sich bettet, so überlebt man

Ohne erholsame Nachtruhe läuft gar nichts. Der größte Feind ist hier die Feuchtigkeit. Im Herbst und Winter kühlt sie den Körper schneller aus, im Frühling und Sommer macht sie ihn dann zum gefundenen Fressen für feuchtigkeitsliebende Insekten. Generell ist ein dichter Nadelwald der beste Überbau, denn er hält Regen und Wind am effektivsten fern. Aber Vorsicht vor abgestorbenen Ästen, die können bei Sturm abbrechen und so zu unangenehmen Überraschungen von oben werden. Wenn Du die Möglichkeit hast, einen einfachen Unterschlupf aus Ästen und Blättern zu bauen, ist das ideal! Am allerbesten ist es jedoch, von zu Hause eine Plane mitzunehmen und diese entweder aufzuspannen oder sich darin samt Schlafsack wie eine Roulade einzuwickeln.

6. Iiiich habe Feuer gemacht!

Feuer ist wichtig, aber kein Hexenwerk: Feuerzeug, Streichhölzer, Funkenschläger, Feuerbohnen oder zur Not Messer und Schnürsenkel – der zündende Funke kommt auf vielen Wegen zu den Wärmesuchenden. Trockene Farne und Samen, Gräser und Rinde helfen beim Entfachen. Und wegen der Waldbrandgefahr immer dran denken: Das Feuer darfst Du nicht unbeaufsichtigt brennen lassen, Löschwasser sollte stets griffbereit sein. Halte die Feuerstelle außerdem so klein wie möglich und bau einen Wind- und Funkenschutz aus Steinen.

7. Lauf nicht im Kreis. Ernsthaft.

Schon mal vom dominanten Bein gehört? Damit ist gemeint, dass jeder beim Gehen mit einem Bein stärker nach vorn zieht als mit dem anderen. Deshalb laufen wir ohne Anhaltspunkte in der Wildnis – logisch – im Kreis, meist lange, ohne es zu merken. Wenn Du also keinen Kompass eingepackt hast, solltest Du Dir einen gut sichtbaren Anhaltspunkt in der Ferne ausgucken. Dem kannst Du dann schnurstracks entgegensteuern, egal ob Du Links- oder Rechtsläufer bist. Tipp für den Wald: Such Dir einen Baum in der Ferne, der geradezu vor Dir liegt, und lauf darauf zu. Bist Du dort angekommen, guckst Du Dir den nächsten aus – und so weiter. Auch so minimierst Du die Chance, im Kreis zu laufen.

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